Prof. Dr.- Ing. habil. Lothar Mörl



Am 29. März 2000 beschloß der Akademische Rat der Universität für chemische Technologie und Metallurgie – Sofia, dem hoch geehrten Herrn Prof. Dr.- Ing. habil. Lothar Mörl, Professor für Apparate für Thermische Stofftrennung und Prodekan der Fakultät für Verfahrenstechnik der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, den Ehrentitel Doctor honoris causa zu verleihen.

Die Zusammenarbeit zwischen der Universität für chemische Technologie und Metallurgie Sofia und der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg begann in den 80-er Jahren, als zum ersten mal in Bulgarien der Studiengang "Chemische Verfahrenstechnik" eingeführt wurde. Unsere Universität wandte sich an Prof. Mörl mit der Bitte, bei der Vorbereitung der neuen Studienpläne der Fachrichtung behilflich zu sein.

Diese Zusammenarbeit erlangte in den letzen Jahren neue Dimensionen, als die Studenten des deutschsprachigen Studienganges begannen, einen Teil ihrer Ausbildung an deutschen Universitäten durchzuführen. Seit dieser Zeit bereiten bei Prof. Mörl jährlich etwa 10-15 Studenten ihre Studienarbeiten (die Dauer ist 2 Monate), und 4 - 5 Studenten werden als Diplomanden an seinem Institut betreut. Fünf Doktoranden, Absolventen des Studienganges, führen ihre Ausbildung am Institut für Apparate- und Umwelttechnik fort. Die Mittel für die Ausbildung der bulgarischen Studenten und Doktorenden werden nur teilweise durch das Programm "Deutschsprachige Studiengänge in Osteuropa" des DAAD besorgt. Dank seiner Initiative hat Prof. Mörl beträchtliche zusätzliche Finanzierung gefunden - Wissenschaftsfonds des Landes Sachsen - Anhalt, Verträge mit industriellen Unternehmen.

Die Tätigkeit von Prof. Mörl beschränkte sich nicht nur im Rahmen seines Institutes - in der Zusammenarbeit mit unserer Universität wurden auch andere Institute der Universität Magdeburg einbezogen, die an der Ausbildung der bulgarischen Studenten als Lektoren und Betreuer von Studien- und Diplomarbeiten teilnehmen, wobei Prof. Mörl die Koordination aller Beziehungen mit der UCTM übernommen hat.

Dank dieser guten Zusammenarbeit, mit der großen Unterstützung von Prof. Hauptmanns, zu dieser Zeit Leiter des Instituts, konnte 1999 ein bilateraler Vertrag zwischen der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und der Universität für chemische Technologie und Metallurgie - Sofia unterschrieben werden, der die gegenseitige Verleihung von Diplomen und die Anerkennung studentischer Leistungen in beiden Universität vorsieht. Dieser Vertrag ist nicht nur auf dem deutschsprachigen Studiengang beschränkt, sondern gibt die Möglichkeit auch anderer Studienrichtungen von der Erweiterung der internationalen Kontakte zu profitieren.

Prof. Mörl ist Autor von mehr als 80 wissenschaftlichen Veröffentlichungen in den Fachzeitschriften, mehr als 150 Patentanmeldungen, mehr als 150 wissenschaftliche Vorträge auf Tagungen und Konferenzen und war an mehr als 150 direkten Forschungsarbeiten für die Industrie tätig.
 
 

Der Akademische Rat der Universität für chemische Technologie und Metallurgie – Sofia schätzt sehr hoch die Verdienste und die große persönliche Anteilnahme von Prof. Mörl an der Partnerschaft zwischen unserer Universität und der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und, gemäß Art. 60, Par. 1 des Hochschulgesetzes, verleiht ihm den Ehrentitel „Doctor honoris causa“ und das Ehrenzeichen der Universität für chemische Technologie und Metallurgie – Sofia.





Lebenslauf

Geboren am 12. November 1940 in Obergraupen
 
 

1947 bis 1955 Besuch der Grundschule

  1. bis 1959 Besuch der Oberschule mit anschließendem Abitur
1959 bis 1961 Armeedienst 1961 bis 1967 Studium der Fachrichtung Chemisches Apparatewesen der damaligen Technischen Hochschule Magdeburg

1967 bis 1972 Assistent bzw. Oberassistent an der Sektion Apparate- und Anlagenbau der Technischen Hochschule Magdeburg

  1. Dissertation zum Thema „Mehrstufige, mehrzonige Fließbettkolonne für adsorptive Trennverfahren“ (summa cum laude)
1976 bis 1978 Arbeit in der Industrie, in der Abteilung Forschung des Schwermaschinenbaukombinates „Ernst Thälmann“ in Magdeburg, dabei Inbetriebnahme großtechnischer Anlagen zur Öl-Eiweiß-Gewinnung in der Ukraine
  1. Berufung zum Hochschuldozenten für Anlagentechnik am Wissenschaftsbereich Anlagenbau der Technischen Universität Magdeburg
  1. Habilitation zum Thema „Anlagen zur Wirbelschichtgranulations- trocknung“
  1. Berufung zum ordentlichen Professor für Apparate für Thermische Stofftrennung an der Universität Magdeburg
1991 bis 1997 Geschäftsführender Leiter des Instituts für Apparate- und Umwelttechnik an der Fakultät für Maschinenbau der Universität Magdeburg
  1. Berufung zum Universitätsprofessor für Chemischen Apparatebau an der Fakultät für Maschinenbau der Universität Magdeburg
Seit 1999 Prodekan der Fakultät für Verfahrenstechnik der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

Schwerpunkte in der Forschung
 
 

Mehr als 80 wissenschaftliche Veröffentlichungen in den Fachzeitschriften, mehr als 150 Patentanmeldungen, mehr als 150 wissenschaftliche Vorträge auf Tagungen und Konferenzen, mehr als 150 direkte Forschungsarbeiten für die Industrie.
 
 

Mai 2000
 
 
 
 

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